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Meinhard
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Kleine Geschichte wie ich zur Kampfkunst kam

Meine Geschichte der Kampfkunst beginnt sehr früh von Kindesbeinen an war ich ein Freund von großen Helden [Klaus Stoertebecker,Prinz Eisenherz].

In frühen Erinnerungen sehe ich mich noch mit einer Flasche Weichspüler [Lenor oder so] welche in meiner Vorstellung zum Gewehr mutierte [Ratatartat] mein Patentonkel erbarmte sich meiner und schenkte mir zwei Silber glänzende Colt's .. diese musste ich umgehend zurück geben weil meine Mutter nicht wollte das ich [böse] Waffen habe und auch noch Spaß dabei empfinden konnte.

Erst mein Papa errettete mich indem er in mühevoller Kleinarbeit [von Hand] ein Gewehr extra für mich bastelte [auch dieses wurde später zerstört nach eingehender Gehirnwäsche].

Hieb und Stich Waffen .. waren nicht so schlimm und Mann[Frau] kann ja nicht alle Stöcker aus dem Leben eines Jungen verbannen .. oder? So durfte ich Pirat spielen .. die Gefangenen aber nicht über die Planke schicken oder sonst wie Gemetzel, alles sollte nach der Genfer Konvention ablaufen und niemand durfte verletzt werden.

Was für ein Bullshit! Ein Wunder das ich kein Soziopathischer Killer geworden bin!

Wie auch immer das verbotene bzw.. das Tabu lockt in einer gar wunderbaren Art und Weise draußen im freien Spiel [ohne Mutter] konnte ich als Held die Köpfe von unschuldigen Blumen niedermähen durch Büsche streifen und Prinzessinnen fangen die ich als Sklavinnen verkaufen konnte.

Etwas später ging es darum das das kleine wilde jähzornige Kind Sport treiben sollte meine Lust am Kampf führte wohl dazu das Fechten meine Erste Kampfkunst wurde. Es ist vor meinem inneren Auge immer noch deutlich zu sehen der Echt Saal die Jugendlichen mit diesen Stutzerhaften engen Hosen die gepolsterten Westen der Drahtkorb welcher Luft und Sicht einschränkte .. und die Lehrer .. mit Lederschutzweste gepolsterten Handschuhen ohne Helm das sah alles viel cooler aus als bei mir mit Brille unter dem Helm.

Die Bewegungen sind noch immer in meinem Körper gespeichert, auch das Konzept der Finte gegen eine Finte der Täuschung und des kraftvollen zustopfen sind nach wie vor vorhanden. Zuerst kam das Florett eine feine kleine Waffe nur leider in ihrer Funktion eingeschränkt immer nur Stechen ist langweilig .. Ich wollte mehr und so bekam ich einen Säbel und das brachte mir sogleich die schmerzhafte Erfahrung das man sich nie zu weit aus dem Fenster lehnen darf weil es sonst Schläge hagelt.

Dann kamen die Hormone über mich und Sex Drug and Rock'n Roll wurden wichtiger als alles andere so kann es gehen .. die nächsten paar Jahre waren Stockkämpfe [Langstock] die einzige Kampfkunst zu der ich mich begeistern konnte .. Spätere dann versuchte ich mich in einer Mahnschafts Sportart doch das fand ich Langweilig und so geht es mir auch noch Heute.

Meine Berufsausbildung schritt voran und da ich immer noch ein Freund von Sex and Drug and Rock'n Roll war trieb ich mich auf StPauli rum, damals gab es noch Deutsche Luden und Rocker es war schmuddeliger und viel ehrlicher als man es Heute gewohnt ist.

Eines Nachts auf dem Weg nach Hause in meine kleine Wohnung in einem Spießigen Standteil von Hamburg erlebte ich einen Ausbruch von Gewalt provoziert schlug der eine auf den anderen ein. Der andere wurde vollkommen überrascht und ging natürlich sogleich zu Boden. Damit war es gut die leidige Angelegenheit hatte ein Ende. Heutzutage ist das zu unser aller Leidwesen nicht mehr so aber dazu später. Das miterleben dieser Geschichte hat etwas in mir bewegt, ich hatte Angst, Angst verletzt zu werden, Angst ausgeliefert zu sein und ohne Grund genauso angegriffen zu werden wie die Person auf dem Bahnhof StPauli. Was konnte ich tun?

Bruce Lee war mir zu dieser Zeit noch kein Begriff mein Kopf war voll mit wirren politischen Gedanken der Kampf gegen Atomkraft und den reaktionären Staat ließen keinen Raum dafür. Und am Anfang stand ein Buch ..

Albrecht Pflüger Karate Band 1: Grundlagen. Falken-Verlag, 1969, ISBN 3-8068-0227-0.

Ich begann zu Hause zu üben nach den Bildern im Buch das hatte natürlich keine große Wirkung und so suchte ich nach Möglichkeiten Karate auf Kostengünstige Art und Weise zu erlernen. Das Haus der Jugend gab mir diese Möglichkeit in der Aula meiner alten Schule ging es hin und her der Unterrichtsinhalt war einfach und die Wege lang.

Den Körper dazu bekommen das er sich an die komischen Stellungen und an das Krafttraining gewöhnt hat ein 1/2 Jahr gedauert doch das Gefühl der wachsenden Stärke hält noch Heute an. Ich hatte ja schon immer meinen eigenen Kopf [womit ich viele genervt habe] das wurde durch den Unterricht nur noch stärker, mit der wachsenden körperlichen/geistigen Stärke wurde mein Leben besser schon nach kurzer Zeit verschwand die Angst und das Gefühl der Stärke zog ein.

Natürlich konnte ich zu dieser Zeit rein gar nichts doch meine Fertigkeiten sollten wachsen. Meine alte Konditionierung auf die Genfer Konvention sollte aber dafür sorgen das mein Interesse an der der Kampfkunst zugeordneten medizinischen Geschichten meine Neugier erregte. Ganz im Sinne von Spiderman [Marel Comics] "with great power comes great responsibility" begann ich mich auch für die philosophischen Aspekte des Karate zu interessieren was folgte waren weitere Bücher Bücher zum Thema Yin und Yang, Akupunktur .. was ich finden konnte [und es war wenig] versuchte ich zu verstehen und zu lernen.

Leider gingen die guten Zeiten ihrem Ende entgegen mein erster Karate Lehrer wurde von den Realitäten des kalten Krieges eingeholt und ging als Wehrdienstleitsender Junger Mann zur Bundeswehr nur um dort in die Sportförderung gebracht zu werden. Sein Kumpel welcher den Unterricht weiterführte ereilte selbiges Schicksal und so wurde ich an ihren Lehrer weiter vermittelt. Das war etwas ganz anderes den die Schule war in einer Sportschule am Hamburger Hauptbahnhof. Sportschule das bedeutet Knebelverträge und Nervereien mit Gebühren und anderen Sachen womit ich bis heute keinen angenehmen Umgang gefunden habe .. Mann lernt eben nie aus.

Die Schule wurde zu meinem zweiten Zuhause wenn ich nicht selber Unterricht nahm sah ich beim Unterricht der Fortgeschrittenen zu und saugte jede Bewegung in mich auf auch wenn ich selber nur Grundschule lernte. Doch da ich als Schüler von zwei angesehenen Schülern kam wurde ich mit offenen Armen Empfangen. Mein Interesse sorgte Dauer das ich in den Kreis der Braungurte aufgenommen wurde und von selbigen gefordert und gefördert wurde, was meint ich durfte Kofferträger sein und habe das eine oder andere Mal freundliche Prügel bezogen. Diese Zuwendungen haben mich sehr gefordert und erfreut Stolz das der Meister [zu der Zeit war er noch kein Meister aber ich nannte ihn schon so] mit mir sprach. Dort lernte ich es wie ein Karateka zu feiern und lauschte den Geschichten von früher wie es war als sie mit ihren Meister durch die Gegend gezogen sind und keiner Auseinandersetzung aus dem Wege gingen.

Herroische Momente wo ich sehenden Auges in Fäuste rannte um sie mit meiner Nase abzuwehren. Dort habe ich sehr viel gelernt und Tausende Löcher in die Luft geschlagen und getreten. Neben dem Karate begann ich auch Judo zu lernen und das rollen auf der Matte das fliegen und rangeln eröffneten noch ganz andere Perspektiven für mich. Auf meiner Prüfung zum grünen Gürtel fragte mich der Prüfer ob es den wirklich notwendig sei mit meinem Partner beim Freikampf ein Knäuel zu bilden. Ich könne doch auch mit einem Tsuki [Fauststoß] die Sache erledigen.. die Freude am nahen Körperlichen Kontakt zu meinen Partnern hat sich bis Heute erhalten.

Doch auch mich ereilte der Ruf des Staates und nach vielen Aufschüben, Befragungen zu meinem Gewissen und Aufschüben sollte ich mit meinem Dienst für mein Land beginnen. Bis dahin war mein Leben auf gefällige Art geregelt .. Aufstehen, Kaffee im Bett dann die fahrt in die Stadt um in der Babygruppe liebevoll mit kleinen Monstern die Welt zu erleben dann auf zur Schule und trainieren was zu trainieren da waren ins Bett um am nächsten Tag mit der gleichen Routine fortzufahren. Nun kam ein Bruch und ich wurde in Hessen zum Deutschen Rotem Kreuz eingezogen ich wurde zum Rettungshelfer ausgebildet und fuhr in der tiefen Provinz Rettungseinsätze dort lernte ich etwas Medizin und erfüllte mich mit Erstaunen und dem Wunsch mehr darüber zu erfahren. Da ich auf dem Lande lebte war es für mich ohne den Schein oder die Fähigkeiten ein Auto zu bewegen schwierig in die um liegen Dörfer zum Karate zu kommen, und so gehörte ich bald ganz dem Dienst im Rettungswagen und den sonstigen Freuden ..Sex and Drug and Rock'n Roll again!

Diese Zeit machte mich Fett und träge doch kaum war ich wieder in Hamburg sollte sich das verändern ich fand zwar den Weg zu meinem früheren Lehrer nicht wieder doch ich fand einen anderen .. Dieser machte sein Geld mit Computern etwas von dem ich nichts wusste oder wollte .. aber im Kontakt mit ihm erkannte ich die Faszination die von diesen Maschinen ausging und den Aspekten der Kampfkunst welche ich auch dort finden konnte. Bei diesem Lehrer lernte ich nun .. im freien und nur Techniken welche speziell für mich waren es gab keinen Programm nach dem ich mich richten konnte es war auch nie ein Thema. Nebenbei schon vor meiner Zeit in Hessen machte ich Bekanntschaft mit etwas neuem, einer der Väter im Babyhaus war Judoka und hatte einen Koreanischen Meister gefunden der jetzt einer kleinen Zahl von Schülern sein System zeigte und sie zu Lehrern ausbildete.

Meine Grundbewegungen lernte ich so nebenbei in Treffen mit dem Vater .. doch ich wollte mehr. So sprach ich mit meinem Lehrer ob ich auch etwas neben seinem Unterricht lernen dürfe, er lachte und sagte mir das solches sogar von ihm sogar erwünscht wäre weil man nie genug lernen kann! Er selbst war auch Schüler der von mir erlernten Karate Art [Wado Ryo].. doch sein wirkliches Wissen hat er sich unter Mühen in einem japanischem Kloster erkämpft im wahrsten Sinne des Wortes. Und so begann ich damit Hapkido zu lernen, "Kung Jung Mu Sul Hapkido" die geheime Kunst des Koreanischen Königs Hauses sehr geheimnisvoll und sehr stark. Und so fand ich mich auf einem Hinterhof in Hamburg StPauli wieder wo in einem heruntergekommenen Anbau ein Dojo [Dojang] eingerichtet war. Dort fand ich eine Gruppe von Autonomen die sich in dieser Kunst übten das war wohl im Jahre 1986. Dort blieb ich und lernte bald diese Kampfkunst von ganzem Herzen, die Anfangsjahre fliegen an mir vorbei und inzwischen arbeite ich nicht mehr mit Kindern sondern bin Hausbesetzer und Chaot.. und ganz plötzlich werdender Vater. das nötigt mich zu einer Veränderung in meinem Lebensstil. Also nehme ich eine feste Arbeit an ziehe mit der Kindesmutter in eine kleine Wohnung und beginne neben das Familie der Arbeit und dem Training Chinesische Medizin zu lernen was sehr nützlich ist den im Hapkido ist dieses Wissen sehr gefragt. Zu dieser Zeit ging es meinem Karate Lehrer auf das er auch mal etwas neues lernen wollte und begab sich auf die suche nach jemanden der ihn 'umhauen konnte' davon gab es nur sehr wenige doch er fand einen .. Einen Taijiquan Meister dort lernte er und bald war sein Auftrag an mich Meinhard lerne Hapkido ich lerne jetzt Taijiquan und habe keine Zeit mehr für Karate und so lernte ich folgsam Hapkido dort lernte ich am meisten und habe noch sehr viel zu entdecken.

Langsam verändert sich alles das mit der Vater Mutter Kind Geschichte entwickelt sich unschön so das ich meine ganze Aufmerksamkeit auf die Kampfkunst richte. In meinem Fall tat mir das recht gut zumindest was die Kampfkunst angeht. Durch stetiges lernen Zeit ins Land und ehe ich mich versah hatte ich meine erste Schwarzgut Prüfung hinter mich gebracht. Es blieb nicht aus das ich Lehrer sein wollte Hapkido Lehrer dazu gab es seit neuestem Auflagen und bevor ich nun 'Lehrer' wurde lernte ich erst mal weiter Nach dem ersten Dan folgte der Zweite sehr schnell doch meine Persönlichkeit und mein Ego störten sich an vielem und so wurde mir das Zusammensein in Vereinsstrukturen mir zur Anstrengung.

Es ergab sich in der Zeit von meinem Kleinfamilienversuch das die Kindesmutter aus Gesundheitlichen Gründen mit dem Taijiquan anfing. Durch die Empfehlung meines Lehrers in Chinesischer Kräuterkunde fand sie den Weg zu einem außergewöhnlichen Lehrer in Hamburg. Nach unserer Trennung besuchte ich diesen Lehrer mit einem alten Kumpel der dort die Taijiquan Partnerübungen praktizierte, was ich dort im Kontakt mit anderen Körpern spüren konnte war völlig neu für mich. Anstatt den Körper meines Partners auf unterschiedlichste Weise zu manipulieren war es dort üblich dem Partner zu unterstützen und die vom ihn aufgewendete Kraft/Energie freundlich zurück zu geben [sehr faszinierend]. So begann ich also Pushing Hands zu lernen zuerst schüchtern und selten doch der Lehrer forderte mich auf an seinem Unterrichtsinhalt teilzuhaben ich habe mehr als ein Jahr benötigt mich auf dieses Angebot ein zu lassen. Aber als meine Scheu überwunden war lernte ich eine Menge. Einige Jahre verbrachte ich dort lernte dazu und mit der Zeit habe ich sogar begonnen mich für die Form zu interessieren.

Ich denke ich lernte schnell und so bekam ich von meinem Lehrer auch die Erlaubnis zu Unterrichten. Bei ihm traf ich auch meine jetzige Geschäfts Partnerin und führe nun mit ihr zusammen eine eigene kleine Schule in Hamburg Altona. Der Weg der Kampfkünste hat mich von außen nach innen geführt nun da ich innen angekommen bin habe ich wieder Lust nach außen zu gehen. Innere Kampfkunst und äußeren Kampfkunst sind gleich für mich gibt es keine Unterscheidung, nur der Weg ist etwas anders es geht um die gleichen Dinge Die Entwicklung des Selbst in Zusammenarbeit mit anderen. Natürlich kann ich Bretter oder Knochen zerschmettern aber wer kann das nicht [nach ausreichendem Training] Es gibt keine Geheimnisse das einzige wogegen ich beständig zu kämpfen habe das bin ich selbst meine Vorstellungen oder anders gesagt: "Auf zu neuen Irrungen und Verwirrungen".

Inzwischen ist die Kampfkunst ein Teil meiner selbst geworden und ich erfreue mich daran mein Wissen mit anderen zu teilen und zusehen zu dürfen wie sich die Menschen die lernen zu sich selber entwickeln. Ganz im Sinne von Bruce Lee [Der einzige und wahre Meister] der schrieb :'Towards to personel liberation' Ganz egal was du lernst wie du lernst und wo du lernst.

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